Aktuelle Ausstellungen und Positionen


 

Michael Hirschbichler | "Chiaroscuro" 

 

17. März bis 30. April 2017

Vernissage: 17. März 2017 | 19:00 Uhr

Kurator: Chris Neuburger

Einführung: Michael Hirschpichler und Chris Neuburger

 

Eines der Hauptthemen der Arbeit Michael Hirschbichlers besteht in der Auseinandersetzung mit grundlegenden Aspekten des menschlichen Lebens, wie es sich innerhalb von Ordnungsstrukturen und geplanten und gebauten Räumen abspielt. Hierbei nimmt die Wechselwirkung zwischen kulturellen, politischen, religiösen und wissenschaftlichen Ideologien einerseits und ihren physischen räumlichen Auswirkungen andererseits eine zentrale Stellung ein. In verschiedenen Medien – wie Skulptur, Installation, Fotografie, Malerei, Zeichnung und Text – dringt Michael Hirschbichler im Zuge einer ‚spekulativ-kritischen Archäologie‘ zu diversen Tiefenschichten der zeitgenössischen Wirklichkeit vor.

In der Ausstellung „Chiaroscuro“ beschäftigt sich Michael Hirschbichler, auf die Gegenüberstellung von hellen und dunklen Bildpartien in der Barockmalerei bezugnehmend, mit den Beleuchtungsintensitäten, denen Personen, Räume und Ereignisse ausgesetzt sind und abhängig von denen ihr Erscheinungsbild variiert. Sein Interesse gilt dabei den Extremen der Ausleuchtung: dem Punkt, an dem Szenen in greller Überbelichtung unkenntlich werden und in die Indifferenz abgleiten, sowie der Schwelle, unterhalb derer die Konturen im Dunkel versinken und sich der Wahrnehmung entziehen. Die Beleuchtung steht hier in einem engen Zusammenhang mit Erkenntnis und Verdrängung, sowie einem weiten Spektrum von Assoziationen, die sich an den Kontrast von Helligkeit und Dunkel knüpfen und mitunter von ästhetischen Wahrnehmungsweisen zu ideologischen Kategorisierungen führen: zu einer Einteilung der Welt in Schwarz und Weiss, Gut und Böse, Schön und Hässlich, Innen und Aussen etc. Auf verschiedenen metaphorischen Ebenen durchquert Michael Hirschbichler den Grenzbereich zwischen Helligkeit und Dunkel und versetzt Regionen unserer zeitgenössischen Wirklichkeit in ein kontrastreiches Spiel von Über- und Unterbelichtungen.

Michael Hirschbichler (*1983 in Graz, Österreich; lebt und arbeitet in München und Zürich) studierte Architektur an der ETH Zürich und Philosophie an der Humboldt Universität zu Berlin. Einzel- und Gruppenausstellungen Michael Hirschbichlers wurden u.a. im Martin-Gropius-Bau, Berlin, im Museum Helmhaus, Zürich, im Haus der Architektur, Graz, im Kunstraum artQ13, Rom, im Museo Civico G. Fattori, Livorno, in der Villa Massimo, Rom, im Kunstraum –ion+, Zürich, im Zollhaus, Luzern, im Projektraum MARIA HIL F an der ETH Zürich, im Folium, Zürich, in der Galerie Karin Sachs, München, in der Galerie A¦B¦C ontemporary Zürich und in der Artifact Gallery, New York gezeigt. Michael Hirschbichler war Stipendiat der Villa Massimo in Rom und wird 2017 eine Residenz am Yarat Contemporary Art Space in Baku wahrnehmen. Zur Ausstellung erscheint eine Monographie. 

Parallel zur Ausstellung im Kunstverein Ingolstadt findet Michael Hirschbichlers Einzelausstellung „Masken und Spiegel“ in der Galerie Karin Sachs in München statt.

(Augustenstrasse 48, 80333 München, Vernissage: 9.3.2017, 18 – 21 Uhr, Dauer: 10.3 – 13.4.2017)


Wolfgang Stehle | "Tagundnachtgleiche"

 

10. Dezember 2016 - 26. Februar 2017

 

Vernissage: 9. Dezember 2016 | 19:00

Künstlergespräch: 15. Januar 2017 | 16:30

Galerie im Theater, Schlosslände 1, 85049 Ingolstadt

 

Grußwort und Ausstellungseröffnung:     Hubert P. Klotzeck, Vorsitzender

Einführende Worte:                                     Alexander Häusler, Kurator der Ausstellung

Einführung:                                                   Imke Bösch, Kunsthistorikerin München

 

Wolfgang Stehle hat lange an der Akademie der bildenden Künste in München unterrichtet und ist zur Zeit Stipendiat der Villa Concordia in Bamberg. In den Räumen des Kunstvereins Ingolstadt zeigt er Skulpturen, Videos und Zeichnungen mit denen er das Spannungsfeld zwischen Natur und Zivilisation und die gegenseitigen Ermächtigungsstrategien thematisiert. Architektonische Gebilde aus Holz zeigen rätselhafte naturbezogene Spuren der Auflösung. Vermeintliche Jagdtrophäen entwickeln ein abstraktes geometrisches Eigenleben. Rituelle Jagdszenen stehen in Zeichentrickvideos dem technisch distanzierten Töten gegen über. Die Ausstellung „Tagundnachtgleiche“ stellt das wechselseitige Verhältnis der Gegensätze auf eine düstere, doch zugleich vitale Probe. 

 

Als besonderes Highlight der Ausstellung möchten wir Ihnen hier auch das Künstlergespräch am Sonntag den 15.01.2017 um 16.30 Uhr in der Galerie im Stadttheater Ingolstadt ankündigen.

 

Im Anschluß der Ausstellung zeigt Wolfgang Stehle weitere Arbeiten in einer Ausstellung der Villa Concordia. Beide Ausstellungen sind inhaltlich miteinander verknüpft, in Ingolstadt werden die Arbeiten aus dem Dunklen gezeigt, in Bamberg sind die Arbeiten für den lichtdurchfluteten Ausstellungsraum inszeniert.

 

Wir freuen uns sehr auf Ihr Kommen zur Eröffnung und zum Besuch der Ausstellung.

 

Öffnungszeiten: Wolfgang Stehle - Tagundnachtgleiche / 10.12.2016 - 22.01.2017

Freitag, Samstag, Sonntag und die Feiertage / 12.00 - 18.00 Uhr

Galerie im Stadttheater, Schlosslände 1, 85949 Ingolstadt

 

Eintritt: 2,- € / für Kunstvereinsmitglieder freier Eintritt / Schul- und Gruppenführungen nach Absprache